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Rathaus Jork

Altländer Prunkpforten

Irrtümlicherweise auch als Brautpforte oder als Hochzeitspforte bezeichnet, bilden diese imposanten Bauwerke den Hofeingang. Die richtige Bezeichnung lautet Altländer Prunkpforte.

Über der meist rundbogigen, großen Wagendurchfahrt hängt eine große Traube, wohl als Fruchtbarkeitssymbol. Ein kleinerer Durchlass dient als Personendurchgang, das darüber befindliche feine Schnitzwerk bildet das Fundament für eine Stab- und Säulenreihe. Starke, schräg stehende Balken stützen die drei dicken tragenden Pfosten, auf ihren Kopfbändern liegt das mit Pfannen eingedeckte Walmdach. Die Pforten sind weiß gestrichen, bunt abgesetzt die Sinnzeichen und der plastische Schmuck über dem Personendurchlass, sowie die Profilierungen des Holzwerkes.

Man nimmt an, dass die am Kirchenbau beteiligten Handwerker diese herausragenden Arbeiten gefertigt haben. Woher diese, sicher als Symbol für die Wohlhabenheit zeugenden, Pforten stammen, ist ungewiss, wahrscheinlich ist, dass sie auf die Kloster-Pforte des Alten Klosters in Buxtehude zurückgehen.

Es gibt auch prachtvolle Neunanfertigungen, so am Museum Altes Land, Westerjork 49, in Borstel und in Neuenkirchen, Dorfstraße 56, wo der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen Heinrich Hellwege eine neue Pforte errichten ließ. Der Schützenverein in Neuenfelde hat an seiner Schießsportanlage ebenfalls eine Pforte errichten lassen. Die ältesten Bauwerke stehen in der 3. Meile, daher wird angenommen, dass sie dort auch zuerst auftauchten.