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St. Johannis-Kirche Neuenkirchen

St. Johannis-Kirche Neuenkirchen

Der alte Name Neuenkirchens lautet Nova Lu - zur Unterscheidung vom älteren Stein Lu. Der Ritter Johann Schulte de Luh hatte 1270 mit Zustimmung des Bischofs Konrad von Verden diese Kirche bauen lassen und stiftete sie einer Gemeinschaft von Benediktinerinnen aus dem alten Kloster zu Buxtehude. Bereits 1286 wurde das Kloster nach Bredenbeck, daraufhin Neukloster genannt, verlegt. 1396 ist von der "parochie nova Luh" die Rede, die Johannes dem Evangelisten geweiht ist. Die Kirche wurde zweimal (1845 und 1925/31) fast völlig abgetragen und im alten Stil wieder aufgebaut. Mit ihren Kabinettscheiben erinnert die Neuenkirchener Kirche noch heute an das alte Rittergeschlecht. 

Der einschiffige Fachwerkbau aus dem 17. Jh. bestimmt auch im Inneren die Kirche. Hier fällt der Blick sofort auf den Altar. Auf diesem befindet sich ein mittelalterliches Flügelretabel mit 13 Einzelfiguren, darunter Jesus Christus, die 10 Apostel (14. Jh.), Johannes (16. Jh.) sowie eine unbekannte Figur. Es fehlt die Marien-Darstellung. Ein Stück Altländer Kirchengeschichte verkörpern 24 Kabinettscheiben.

Wie bei jeder unserer zehn Kirchen im Alten Land steht auch bei dieser Kirche der Kirchturm neben dem Gebäude, da der Boden die Last der Türme sonst nicht tragen würde. Dieses wird auch an den Kirchen, die nach dem 30-jährigen Krieg neu gebaut worden sind, deutlich. Das Mauerwerk der Kirchenschiffe wird durch Balken zusammengehalten, da diese sonst auseinander brechen würden.