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St. Marien-Kirche Twielenfleth

St. Marien-Kirche Twielenfleth

Die Gemeinde Twielenfleth, zu der auch das später in Grünendeich umbenannte Bardesfleth gehörte, bildete einen eigenen Gerichtsbezirk nach sächsischem Recht. Kirchlich unterstand das gesamte sächsische Siedlungsgebiet der 1. Meile der St. Wilhadi Kirche in Stade. Mit steigender Siedlungsdichte kam das Bedürfnis nach eigenen Kapellen bzw. Kirchen. So ist bereits 1139 eine Kapelle in Bardesfleth nachgewiesen. Eine Kapelle in Twielenfleth wird erst 1385 urkundlich erwähnt. Der heutige Standort der Kirche war nicht der ursprüngliche. Im 14. und 15. Jahrhundert ereigneten sich zahlreiche schwere Sturmfluten, die auch im Alten Land zu schweren Landverlusten führten, da die sächsischen Deiche den herandrängenden Wassermassen nicht standhielten. In dieser Zeit wird auch die Twielenflether Ortsmitte mit Kirche und Friedhof aufgegeben worden sein. Es wird vermutet, dass sich der alte Kirchenstandort in der Elbe vor dem Kinderspielplatz beim Schwimmbad befand. Die neue Kirche wurde am jetzigen Standort errichtet, sie gehört zu den sogenannten Schifferkirchen. Namensgeberin ist die Gottesmutter Maria, die auch heute noch im Altarretabel die beherrschende Figur ist. 

Katholische Besucher der Kirche sind überrascht, solch eine Darstellung in einem evangelischen Gotteshaus zu finden. Der Altar und andere Kunstgegenstände stammen aus der vorreformatorischen Kirche, die ein Opfer der Sturmflut wurde. Die Furtwängler-Orgel von 1860 ist noch in ihrem ursprünglichen Zustand.

Wie bei jeder unserer zehn Kirchen im Alten Land steht auch bei dieser Kirche der Kirchturm neben dem Gebäude, da der Boden die Last der Türme sonst nicht tragen würde. Dieses wird auch an den Kirchen, die nach dem 30-jährigen Krieg neu gebaut worden sind, deutlich. Das Mauerwerk der Kirchenschiffe wird durch Balken zusammengehalten, da diese sonst auseinander brechen würden.