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St. Martini-Kirche Estebrügge

St. Martini-Kirche Estebrügge

Die Estebrügger Kirche steht - wie im Alten Land überwiegend anzutreffen - auf einer Wurt. Wie aus historischen Dokumenten hervorgeht, gibt es etwa seit dem Jahre 1200 an dieser Stelle eine Kirche. Mindestens zweimal wurde das Kirchenschiff durch einen Neubau ersetzt. Das heutige wurde in der Zeit von 1700 bis 1702 erbaut. Der Neubau war notwendig, da das vorherige einzustürzen begann. Wesentliche Teile der heutigen Einrichtung wie der Altar, die Kanzel, der Messingleuchter im Altarraum und das Gestühl stammen noch aus dem vorherigen Kirchenschiff. Das Taufbecken (1345) ist noch älteren Datums.
Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde eine vollständige Renovierung des Innenraumes notwendig. Nach vierjähriger Bauzeit konnte man das Kirchenschiff 1992 wieder eröffnen. Dabei wurden die Deckenmalereien (unser „Sternenhimmel“) nach Vorbildern aus dem Jahre 1868 wieder hergestellt.

Nach der Fertigstellung des Kirchenschiffs im Jahre 1702 wurde von Arp Schnitger eine Orgel eingebaut, die - nach dessen überlieferter Bekundung - zu seinen besten gehörte. Trotzdem ersetzte die Gemeinde 1906 die Schnitgerschen Orgelwerke durch romantische und diese wiederum 1958/59 durch den missglückten Neubau einer „alten“ Orgel hinter dem erhaltenen Prospekt von Schnitger. Zur Orgelempore führt im Hintergrund des Kirchenschiffes eine Spindelholztreppe aus dem Jahre 1702, die an geschnitzten Tierköpfen vorbeiführt.

Wie bei allen Kirchen im Alten Land steht der Kirchturm als gesondertes Bauwerk neben dem Schiff. Dies ist wegen des Baugrunds aus statischen Gründen notwendig. Der heutige Turm wurde 1840 aus Eichenholz gebaut. Durch Setzungserscheinungen hat er sich im Laufe der Jahre in sich um 36 Grad verdreht.

Ausführlichere Informationen enthält der in der Kirche ausliegende Kirchenführer.