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St. Mauritius-Kirche Hollern

St. Mauritius-Kirche Hollern

Den holländischen Siedlern, die Hollern um 1135 besiedelten, wurden in den Besiedlungsurkunden neben eigenen Rechtsverhältnissen auch der Bau eigener Kirchen zugestanden. Ein erster schriftlicher Nachweis der Kirche datiert um 1250. Die Kirche in Hollern war, wie auch die in Steinkirchen, dem Domdekan in Bremen direkt unterstellt. Dieser übte unter anderem das Zehntrecht und die geistliche Gerichtsbarkeit aus. Die Reformation hielt 1540 in Hollern Einzug: Der damalige katholische Priester hatte seine Pfarrdeiche nicht in gehörigem Stand gehalten und wurde deshalb von den Kirchspielleuten abgesetzt. An seine Stelle wählte man einen Prediger, der lutherischen Bekenntnisses war. Zum Schutz vor Überflutungen wurden Kirche und Turm auf einer Wurt errichtet. Der Turm ist wohl das älteste noch erhaltene Bauwerk im Alten Land. Seine Entstehung geht in das 12. Jahrhundert zurück. Er ist einzigartig im Alten Land und war sicherlich nicht nur bei Sturmfluten ein Fluchtort der Bevölkerung. 

Zum Schutz gegen Überflutungen wurden Kirche und Turm auf einer Wurt errichtet. Der runde Kirchturm war einst ein Wehrturm und ist eines der ältesten Gebäude des Alten Landes. Bei einer notwendigen Restaurierung hat er eine neue Außenhaut bekommen. Deswegen sieht er gar nicht so alt aus. Das Kirchenschiff und der Altarraum waren ursprünglich im gotischen Stil erbaut. Hiervon sind nur noch die Grundmauern erhalten.

Im Inneren befindet sich eine wertvolle Arp-Schnitger Orgel (restauriert 2010/2011), die nicht nur zu den Gottesdiensten erklingt, sondern auch einmal im Monat als Konzertinstrument.

Wie bei jeder unserer zehn Kirchen im Alten Land steht auch bei dieser Kirche der Kirchturm neben dem Gebäude, da der Boden die Last der Türme sonst nicht tragen würde. Dieses wird auch an den Kirchen, die nach dem 30-jährigen Krieg neu gebaut worden sind, deutlich. Das Mauerwerk der Kirchenschiffe wird durch Balken zusammengehalten, da diese sonst auseinander brechen würden.