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Obstanbau im Alten Land
So wird hier gearbeitet
Unsere Landschaft ist vom Obstbau geprägt: wo Sie auch hinschauen, überall stehen Apfel‑, Kirsch- und Zwetschenbäume. Gräben und Wettern ziehen sich ebenso durch das Landschaftsbild, denn diese sind wichtig für die Be- und Entwässerung der Plantagen. An der Sorgfalt, mit der wir unsere Früchte behandeln, hat sich seit dem 14. Jahrhundert nichts geändert. Nach wie vor wird jede Frucht per Hand geerntet und behutsam weiter verarbeitet.
Weitere Informationen auf einen Blick
Für alle, die gern noch mehr Informationen und Details schon vorab zu Hause haben wollen, für die haben wir ein ganz tolles Printprodukt erstellt, welches Sie sich hier herunterladen können. Außerdem gibt es speziell zur Blüte- und Erntezeit einen Blütenticker und einen Ernteticker, bei dem Sie tagesaktuell sehen können, wie weit die Natur ihre Arbeit schon geleistet hat und wann entweder die Blüten in voller Pracht stehen oder aber wann die leckeren Früchte reif sind.
Download unserer Broschüre "Rund ums Obst" >
Im Frühjahr pflanzen wir einen Teil der Plantagen, die
im Herbst gerodet wurden, neu auf. Dabei ersetzen wir alte Bäume durch zeitgemäße Sorten. Im Frühling achten wir sehr genau auf das Wetter, denn bis Mitte Mai kann es immer wieder zu Nachtfrösten kommen, wodurch die Obstblüte schwer geschädigt werden kann. Um dies zu vermeiden, beregnen wir unsere Bäume, bis es wieder taut. Durch den ständigen Gefriervorgang werden die Knospen im Eismantel gewärmt. Die meisten Äpfel im Alten Land werden im „kontrollierten integrierten Anbau“ erzeugt. Das bedeutet, dass wir uns an bestimmte Regeln halten müssen, um die Umwelt, alle Nützlinge und letztendlich auch unsere Bäume zu schützen. Außerdem gibt es Vorschriften zu Pflanzenschutz, Ernte, Lagerung und Sortierung. Die Einhaltung dieser Regeln wird von uns in einem Betriebsbuch festgehalten und regelmäßig kontrolliert. Eine zunehmende Anzahl an Betrieben baut gemäß den Kriterien des biologisch-dynamischen Obstbaus
an.
Im Sommer und damit vor der Ernte führen wir den sogenannten Belichtungsschnitt durch, damit die Bäume ausreichend Licht, Luft und Sonne bekommen und somit die Äpfel später ihre schöne Farbe. Des
Weiteren kontrollieren wir, ob Bäume zu viele Früchte tragen, also ob der Behang zu groß ist. Dadurch kann es zu kleineren Früchten kommen. Um dies zu verhindern, dünnen wir den Behang aus. Eine chemische oder maschinelle Ausdünnung erfolgt schon in der Blüte. Andernfalls pflücken wir bereits nach dem Junifall per Hand die überschüssigen kleinen Früchte vorzeitig ab. Damit reduzieren wir die Anzahl der Äpfel am Baum und ermöglichen den verbleibenden Früchten ein besseres Wachstum. Im August ernten wir dann sogar bereits die ersten Frühäpfel.
Wie wird geerntet?
Jede Frucht wird bei uns behutsam per Hand vom Baum geholt. Bereits beim Ernten wird sorgfältig auf die Qualität der Ware geachtet. Ebenso vorsichtig werden die Früchte beim Transport und bei der Lagerung behandelt.
Im Herbst ist die Zeit der Ernte, die meistens in zwei Durchgängen erfolgt. Im ersten Durchgang pflücken wir erst die reifen, farbigen Äpfel.
Der zweite Durchgang erfolgt ein paar Tage später, damit die dann nachgereiften Früchte geerntet werden können. Wir pflücken alle Äpfel einzeln vorsichtig per Hand und transportieren und sortieren diese später ebenso behutsam, damit keine Druckstellen entstehen. Das frische Obst vermarkten wir entweder direkt oder lagern es ein.
Im Winter nehmen wir uns Zeit, um den Baumaufbau für das nächste Jahr zu gestalten. Wir schneiden größtenteils alte, zu dichte Astpartien aus jedem Baum heraus und schaffen damit Platz für neue fruchtbare Zweige. Umgefallene Bäume stellen wir wieder auf und kranke Bäume ersetzen wir. Veraltete Obstanlagen werden von uns gerodet und durch neue Bäume mit neuen Sorten ersetzt.
Für die Kurzzeitlagerung der Äpfel nutzen wir Kühlhäuser (2-4°C), für die Langzeitlagerung spezielle CA-Lager. In diesen Lagern, in denen die Raumluft überwacht und geregelt ist, werden die Äpfel bis in den Sommer hinein „schlafen gelegt“. Während des Winters lagern wir die Äpfel aus, sortieren sie und verkaufen sie auf dem Wochenmarkt, den Hofläden oder über Händler in den Läden. Bis in den folgenden Sommer können Sie somit unsere frischen und knackigen Äpfel genießen, als ob sie gerade gepflückt wurden. Kaum ist der Winter vorbei, beginnt alles im Frühjahr wieder von Neuem.


